Tisch auf dem verschiedene Spielkärtchen und Spielfiguren verteilt liegen

BIG Sommer-Sprachen-Ateliertag 2017

31. August 2017, 9.00 - 15.00 Uhr, Bildungszentrum Ballgasse

Im Rahmen der Team-Basisschulungen rund um das Thema Mehrsprachigkeit setzten wir ein neues Weiterbildungsformat, das BIG Sprachenatelier, um. In Form von vier räumlich getrennten Sprachenateliers wählten wir ein Setting, welches ermöglichte, konstruktiv und in Kleingruppen arbeitend, zu verschiedenen Themen praxisrelevante Workshops im Bereich der Mehrsprachigkeit anzubieten:

Sprachenatelier 1: Didaktische Anregungen zur Förderung mehr und quersprachiger Kompetenzen beim Kind gewinnen  
In diesem Workshop stand die alltägliche Arbeit mit Kindern im Bereich der Mehrsprachigkeit im Vordergrund und es wurden ganz viele Ideen und Materialien direkt aus der Praxis vorgestellt.  
Referentin: Sandra Jud; Kindergartenpädagogin 

Foto: WKF

 

 

 

 

 

 

  

  

Sprachenatelier 2: Kommunikation mit Eltern über sprachliche und institutionelle Grenzen hinweg 
Welche Faktoren beeinflussen die Kommunikation zwischen Eltern und Kindergarten? Und wie können Fachkräfte in Kindergärten (und Schulen) die Kommunikation mit Eltern gestalten, sodass sie von beiden Seiten als möglichst zufriedenstellend erlebt wird? Worauf ist dabei zu achten? Diese Fragen leiteten den Workshop und wurden interaktiv und praxisorientiert bearbeitet.  
Referentin: Dr. Verena Plutzar, Sprachwissenschafterin 

Foto: WKF

 

  

 

 

 

 

 

 
Sprachenatelier 3: Sprachenfreundliche Lernräume schaffen 
Die sprachliche Landschaft – die linguistic landscape – ist die Art und Weise, auf die verschiedene Sprachen im öffentlichen Raum zu sehen und zu hören sind. Da die Menschen visuelle und akustische Informationen, die sie wahrnehmen auch unbewusst bearbeiten, kann eine mehrsprachig gestaltete Umgebung Einfluss auf das Prestige dieser Sprachen haben. Deswegen ist auch die linguistic landscape eines Kindergartens/einer Schule bedeutsam: Werden die Erstsprachen der Kinder im Kindergarten/in der Schule hörbar und sichtbar, so werden sie unmittelbar anerkannt und von den Eltern und Kindern selbstbewusster gebraucht. In diesem Workshop wurde erarbeitet, wie andere Sprachen als Deutsch im Kindergarten/in der Schule sichtbar gemacht werden können und was darüber hinaus zu deren Beachtung beitragen kann. 
Referentin: Dr. Ewelina Sobczak, Sprachwissenschafterin    

Foto: WKF

 

   

 

 

 

 

 

 

Sprachenatelier 4: Wir verstehen einander! 
Wie kann Sprachförderung in den Kindergarten/Schulalltag integriert werden? Kann man sprachliche Vielfalt sichtbar machen und welche Sprachförderstrategien stehen mir als PädagogIn zur Verfügung? Der praxisorientierte Workshop bot einen kurzen theoretischen Input und die Möglichkeit, aktuelle Medien aus dem Bereich der Sprachförderung kennenzulernen und auszuprobieren.  
Referentin: Magdalena Emprechtinger, Bildungsreferentin, Centrum für Internationale Entwicklung   

Foto: WKF

 

 

 

 

 

 

 

 

Die teilnehmenden PädagogInnen aus Kindergarten und Schule waren von den Angeboten begeistert und haben sich mit viel Interesse und Engagement in die einzelnen Ateliers eingebracht, sodass auch für die Workshopleiterinnen ein angenehmes Arbeiten möglich war und es zu einem konstruktiven Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppen kommen konnte. Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass sie sehr viel interessante Inputs und vor allem sehr praxisorientierte Informationen erhielten, die sie künftig auch gut in ihren Kindergarten-/Schul-Alltag einbringen können und werden. 

Der Ateliertag verlief in der Form, dass die vier Workshops sowohl vormittags als auch nachmittags parallel angeboten wurden. Auf diese Weise konnte jede PädagogIn an zwei Sprachenateliers teilnehmen. Im Anschluss an die 2. Workshop-Runde kamen die einzelnen Kindergarten/Schulteams zusammen, um sich über das zuvor Gehörte auszutauschen und so sicherzustellen, dass alle TeilnehmerInnen die Inhalte aller vier Sprachenteliers vermittelt bekommen.  

 
 
Diese Veranstaltung war Teil der Projekte BIG AT-HU, BIG AT-CZ und BIG SK-AT, die im Rahmen der Kooperationsprogramme INTERREG V-A Österreich-Ungarn, INTERREG V-A Österreich-Tschechische Republik und INTERREG V-A Slowakei-Österreich durch Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung umgesetzt werden.

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