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Mit vollem Karacho in die bildungspolitische Vergangenheit

Kinderfreunde kritisieren Faßmanns Retro-Pädagogik

Wien, 2.10.2018 - "Ziel aller pädagogischen Maßnahmen muss es sein, dass Kinder gut und voller Freude und Lust lernen und sich entfalten können. Das, was Bildungsminister Faßmann da mit seinem sogenannten Pädagogikpaket vorgelegt hat, ist leider genau das Gegenteil davon:Mit dem Maßnahmenpaket ziehen wieder Angst, Druck und Stigmatisierung in die Schule ein“, kritisiert Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde.

„Die zwanghafte Wiedereinführung der Ziffernnoten ist ein massiver bildungspolitischer Rückschritt. Nicht nur, dass Eltern demokratische Entscheidungsrechte genommen werden, für Kinder bedeutet die obligatorische Beurteilung mit einer Ziffer zwischen 1 und 5 immensen Druck, der sich oft in Schulangst auswächst. Warum wir Kindern das antun müssen, wo aus wissenschaftlicher und kinderrechtlicher Sicht alles gegen Ziffernnoten spricht, ist nur mehr ideologisch erklärbar“, so Oxonitsch.

„Das gleiche gilt für das Sitzenbleiben, das zukünftig wieder ab der zweiten Schulstufe eingeführt wird. Auch hier sind sich ExpertInnen einig, dass diese Maßnahme in keiner Weise zu einem positiven Schulerfolg beiträgt“, so Oxonitsch. „Besonders reaktionär ist die Wiedereinführung von Leistungsgruppen in der NMS. Es ist einfach kein zeitgemäßer Ansatz Kinder zu segregieren, auseinander zu sortieren und in gut und weniger gut einzuteilen. Da waren wir eigentlich schon lange darüber hinweg“, erklärt Christian Oxonitsch.

„ÖVP und FPÖ fahren mit vollem Karacho in bildungspolitisch vergangene Zeiten zurück, wo Leistungsdruck, Angst und Zwang den Schulalltag von Kindern bestimmten. Dies steht unserer Vorstellung einer demokratischen, angstfreien, kindgerechten Schule, in der Kinder individuell gefördert werden, diametral entgegen. Die schwarzblauen Angriffe auf ein kindgerechtes Schulsystem und damit auf die Lebensqualität von Kindern werden mit unserem Widerstand rechnen müssen.

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