Gruppenfoto mit IFM-Fahnen

Internationales Komitee der IFM in Yopal/Kolumbien 22. bis 26. April 2009

 
  • Das jährliche IFM-Komitee tagte diesmal in Yopal, Kolumbien und verzeichnete etwa 40 TeilnehmerInnen, davon naturgemäß viele aus Lateinamerika. Etliche sonst sehr aktive Organisationen konnten nicht teilnehmen (N, Cz, E, Is, etc.). Die Kinderfreunde/Falken waren mit Bettina Schinninger (RFÖ), Martin Mensing-Braun (RF S) und Günther Leeb (BO) vertreten.
  • Beim IC wurde das für 2010 geplante IFM-Camp in Döbriach und Jedovnice/Cz vorgestellt und sehr positiv aufgenommen. Die IFM-Mitglieder werden nun in die Programmvorbereitungen eingebunden. Skeptisch äußerten sich die deutschen GenossInnen bezüglich des hohen Preises und des zusätzlichen Aufwandes für Zelttransport und Anreise. Hier müssen noch Lösungen gefunden werden.
  • Der umstrittenste Punkt der Tagung war das Thema „Interne Demokratie“. Die Region Lateinamerika fordert mit Unterstützung der Schweden eine Änderung der Stimmrechte am Kongress (Höchstes Beschlussgremium der IFM, alle drei Jahre, nächstes 2010). Derzeit sind Stimmrechte an die Mitgliederanzahl und die Höhe des Mitgliedsbeitrags gekoppelt. So kann eine große Organisation (Schweden, Deutschland, …) aufgrund des bezahlten Mitgliedsbeitrags bis zu fünf Stimmen haben, während eine gleich große asiatische oder lateinamerikanische nur eine Stimme hat, weil entsprechend weniger Mitgliedsbeitrag bezahlt werden kann. Die lateinamerikanischen Mitgliedsorganisationen, die sich dadurch benachteiligt fühlen, fordern nun eine Änderung in Richtung „eine Stimme pro Mitglied“, unabhängig vom bezahlten Mitgliedsbeitrag. Verabschiedet wurde nach langer emotionaler Diskussion ein Vorschlag für den Kongress (nur dort kann das Statut geändert werden), „pro Mitglied zwei Stimmen“, geschlechtergerecht verteilt, sonst Verlust einer Stimme, und Einsetzen einer Arbeitsgruppe, die über weitere Maßnahmen zur internen Demokratie, d.h. zur Gestaltung des Einflusses von kleineren und weniger finanzkräftigen Organisationen, nachdenkt. Dieser Beschluss wurde tags darauf von Unga Örnar Schweden und Mirim Brasil mit der Ankündigung aus der IFM auszutreten, wenn nicht die Regelung eine Stimme pro Organisation käme, brüskiert. Gespräche müssen folgen.
  • Die Kolumbianischen Org. „Acacia Foundation“ erwies sich als hervorragender Gastgeber. Die mit der Liberal Party of Columbia verbundene Organisation war sehr bemüht die Qualität ihrer Projekte und die wiedergewonnene Sicherheit im Land darzustellen. So konnten wir Zeuge eines beeindruckenden Kinderrechte-Schulprojektes werden. Kinder aller Altersstufen hielten feurige Reden über Kinderrechte, anschließend wurde über das wichtigste Kinderrecht per geheimer Wahl abgestimmt. Auch eine Reihe von Musik- und Tanzprojekten, die uns vorgeführt wurden waren sehr beeindruckend.
  • Insgesamt konnten wir uns von der hohen Qualität der Arbeit der lateinamerikanischen Mitgliedsorganisationen überzeugen.
  • Am Rande konnten gemeinsam mit VertreterInnen der peruanischen Partnerorganisation „Club Infantil 23 de Mayo – CHAP“ wichtige Vorbereitungen für die Peru-Reise getroffen werden.
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IFM Kolumbien

 


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